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6) Die Schläger [56,57]
Seit Beginn der Massenproduktion von Schlägern, werden diese
einfachheitshalber nicht mehr mit Namen, sondern mit Nummern bezeichnet. Auch
heute noch ist Stahl das hauptsächlich verwendete Material für Eisenschläger,
allerdings ringt ihm Glasfaser (Graphit) immer mehr den Rang ab. Bereits im
kommen ist Titan. Nicht nur bei den Eisenköpfen, auch bei den Schäften wird
Stahl als Hauptmaterial inzwischen von Glasfaser eingeholt, das sich dank seines
leichten Gewichts und seiner hohen Widerstandsfähigkeit sowohl für die Fertigung
von Schäften als auch von Köpfen als ideal erwiesen hat. Die Suche nach dem
"noch perfekteren" Golfschläger geht seitens der Golfindustrie unbeirrt weiter.
So kann heute schon mit einer neuen Gusstechnik die Gewichtsmasse an der
Außenseite der Schlägerköpfe angebracht werden, wodurch die Trefffläche
vergrößert wird. Schläger für individuelle Ansprüche sind heute in jeder nur
erdenklichen Ausführung bezüglich Schaftlänge, Flexibilität, Ansprechwinkel und
Schwunggewicht erhältlich. Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von
Schlägern:
· Hölzer: Abbildung 48a zeigt die typische Form des
Schlägerkopfes. Früher wurden sie aus Holz gefertigt, wobei heutzutage
verschiedene Metalllegierungen verwendet werden. Sie werden hauptsächlich dazu
benutzt, große Weiten zu erreichen. Folglich ist der Loft eines Holzes am
geringsten, der Schaft am längsten und das Gewicht am geringsten, um möglichst
hohe Schlägerkopf-geschwindigkeiten zu erreichen. Die Nummerierung des Holzes
(üblicherweise 1 bis 7) bezeichnet die Neigung des Schlägerblattes (Loft) wobei
ein Holz 1(Driver) den geringsten Winkel (8°-11°) besitzt.
Eisen: (Abbildung 48b) Wie die Hölzer, werden auch die Eisen mit
Zahlen von 1 bis 9 durchnummeriert, wobei das Eisen 1 wiederum das niedrigste
Loft besitzt (14°). Ebenfalls wie bei den Hölzern nimmt die Schaftlänge von etwa
1,09 m beim Holz 1 und 0,99 m beim Eisen 1 jeweils um 1,3cm pro aufsteigende
Zahl ab. Eisen werden benutzt, um sehr präzise Schläge zum Loch auszuführen. Da
die Schlägerblätter alle verschiedene Neigungen besitzen und
deswegen unterschiedlich viel Spin produzieren kann man im Allgemeinen jedem
Schläger eine durchschnittliche Flugweite zuschreiben (Abbildung 49). Wie
bereits bekannt, ist diese natürlich von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel
Schlägerkopfgeschwindigkeit, Anfangsgeschwindigkeit des Balles, aerodynamische
Eigenschaften des Balles, seitliche Flugkurvensowie Wetterbedingungen abhängig.
Im Allgemeinen sind also Flugbahnen von Eisenschlägen höher und kürzer
als die Schläge mit Hölzern. Da die Bälle im Vergleich auch sehr hohe
Umdrehungszahlen besitzen, ist der Spin noch beim Auftreffen auf den Boden so
groß, dass der Ball noch einige Meter zurückrollt (Abbildung 50). Bei einem
Eisen 8, z.B., dreht sich der Ball mit etwa 8100 U/min, wobei er bei einem Drive
(mit einem Holz 1) nur 3500mal pro Minute rotiert. Professionelle Spieler
beherrschen es, durch variieren der Schlägerkopfgeschwindigkeit und unter
Berücksichtigung der übrigen Parameter mit unterschiedlichen Schlägern eine
bestimmte Weite auf bis 1 m - 2 m genau zu überwinden.
· Putter: Von diesem Schläger führt ein Spieler auf dem Platz nur
einen mit sich, er ist wie beim Minigolf dazu bestimmt, den Ball einzulochen.
Nur nach strengen Richtlinien erstellte Putter werden heute zum Turnierbetrieb
zugelassen. Das Schlägerblatt weist normalerweise eine Neigung von 2° bis 4° zur
Vertikalen auf. Abbildung 48c zeigt die "klassische" Formdes Putters mit zwei Schlagflächen, im Gegensatz zu heutigenPuttern,
(Abbildung 51) die nur noch eine Schlagseite besitzen und jetzt so konstruiert
sind, dass die gedachte Verlängerung der Schaftachse durch den Massenschwerpunkt
des Schlägerkopfes verläuft, um zu vermeiden, dass sich im Treffpunkt das
Schlägerblatt verdreht, und somit ein Drehmoment übertragen wird. |